1. Geltungsbereich
a) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten zwischen der Cellog OHG (nachfolgend „Cellog“) und dem jeweiligen Auftraggeber (nachfolgend „Kunde“), der kein Verbraucher im Sinne von § 13 BGB ist.
b) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden finden nur Anwendung, wenn sie von Cellog ausdrücklich anerkannt wurden.
c) Die AGB gelten für alle Transporte, Kuriertätigkeiten sowie sämtliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit diesen, insbesondere Vor- und Nachbereitung, welche vom Auftraggeber bei Cellog in Auftrag gegeben wurden. Sie gelten in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung auch für künftige Aufträge des Kunden, ohne dass es eines erneuten Hinweises bedarf.
d) Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden, insbesondere Rahmenverträge und Angebote, haben Vorrang vor diesen AGB. Soweit sie keine abweichende Regelung enthalten, gelten ergänzend diese AGB.
2. Zustandekommen eines Transportauftrags
a) Einzelverträge kommen immer erst mir der von Cellog erklärten Annahme eines durch den Kunden abgegebenen Angebotes zustande. Der Kunde kann die Aufträge in Textform mittels des von Cellog auf der Webseite www.cellog.de bereitgestellten Formulars Kurierorder oder einer inhaltsgleichen Anforderung in Textform an Cellog übermitteln. Die Erklärung der Annahme des Auftrags durch Cellog erfolgt ebenfalls in Textform.
b) Cellog richtet sich bei der Transportart und dem Transportweg grundsätzlich nach den Anforderungen des Kunden.
c) Vom Kunden gewünschte oder in der Auftragsbestätigung genannte Abhol- und Zustellzeiten sind Planzeiten. Eine Lieferfrist im Sinne des § 423 HGB gilt nur als vereinbart, wenn Cellog sie ausdrücklich in Textform als verbindlich bestätigt hat
d) Cellog ist berechtigt, Reisepläne anzupassen und das Transportmittel zu wechseln, sofern dies wirtschaftlicher oder zur Sicherstellung des Transports geboten erscheint und die vereinbarten Anforderungen an Temperatur, Transportdauer und Begleitung des Transportguts eingehalten werden. Der vereinbarte Preis bleibt hiervon unberührt.
3. Zollamtliche Abwicklung
a) Es obliegt dem Kunden, Cellog sämtliche Dokumente, die zur zollamtlichen Abwicklung notwendig sind, vor Transportbeginn vollständig zur Verfügung zu stellen. Mit der Vorlage der Dokumente bestätigt der Kunde, dass sämtliche Erklärungen und Dokumente für den Import oder Export wahrheitsgemäß und richtig sind.
b) Cellog kann dem Kunden alle Mehrkosten in Rechnung stellen, die wegen fehlender oder unvollständiger Dokumente entstehen.
c) Der Kunde stellt Cellog von Zöllen, Steuern und sonstigen Abgaben frei, die im Zusammenhang mit dem Transport erhoben werden, soweit Cellog diese nicht zu vertreten hat.
4. Durchführung des Auftrages / Unteraufträge / Unzustellbarkeit
a) Die Durchführung der Transporte erfolgt durch von Cellog anhand entsprechender Verfahrensanweisungen geschulter Kuriere. Es gelten die zur Zeit der Durchführung geltenden Fassungen der Verfahrensanweisungen
b) Grundsätzlich wird Cellog die angeforderten Transporte selbst durchführen. Jedoch behält Cellog sich vor, die Durchführung von Transporten an geeignete Dritte weiter zu geben. Cellog trägt dafür Sorge, dass diese Dritten, insbesondere die durchführende Person entsprechend den bei Cellog geltenden Richtlinien von einem qualifizierten Cellog-Mitarbeiter instruiert sind, es gelten die von Cellog erstellten Verfahrensanweisungen.
c) Ist das Transportgut unzustellbar, wird Cellog den Kunden unverzüglich über die Unzustellbarkeit der Sendung informieren und ggf. Anweisungen einholen. Cellog wird das Transportgut bis zur endgültigen Übergabe an eine autorisierte Person / Institution im Gewahrsam behalten, sofern das Transportgut hierdurch nicht gefährdet wird, insbesondere wird keine Übergabe an Unbefugte erfolgen. Sofern die Unzustellbarkeit nicht von Cellog zu vertreten ist, wird Cellog die daraus resultierenden Kosten gegen Nachweis in Rechnung stellen. Für Schäden die nach dem ersten Zustellungsversuch erfolgen übernimmt Cellog keine Haftung.
5. Vergütung
a) Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. Rahmenvertrag, im Übrigen aus der aktuellen Preisliste von Cellog.
b) Soweit im Angebot oder Rahmenvertrag nichts Abweichendes geregelt ist, ist die Stornierung oder Änderung von Aufträgen bis 12 Stunden vor der geplanten Abholzeit kostenfrei. Bereits von Cellog getätigte Aufwendungen und Auslagen (insbesondere das Befüllen eines Kryobehälters sowie Stornierungskosten für Flüge, Hotels und Anreise) sind gegen Nachweis zu ersetzen.
c) Wird ein Transport aus Gründen abgebrochen, die Cellog nicht zu vertreten hat, ist die volle Vergütung zu leisten.
6. Erfüllung des Transportauftrages
a) Der Transportauftrag ist erfüllt, wenn das Transportgut dem Kunden bzw. dem zuvor definierten Empfänger ausgehändigt wurde.
b) Übernimmt der Empfänger das Transportgut ohne Beanstandung, wird vermutet, dass es ordnungsgemäß transportiert und unbeschädigt übergeben wurde. Dem Kunden bleibt der Nachweis des Gegenteils vorbehalten; die Anzeigefristen des § 438 HGB bleiben unberührt.
7. Beförderungsausschluss
a) Cellog ist berechtigt, im Falle von höherer Gewalt, Krieg, Streiks, Flug- oder Bahnausfällen, Naturkatastrophen, behördlichen Maßnahmen sowie bei einer – gleich aus welchem Grund erfolgenden – Verweigerung der Beförderung durch Fluggesellschaften, Sicherheits- oder Zollbehörden die Transportzeit zu verschieben oder den Auftrag nicht oder auf andere Weise durchzuführen. Dasselbe gilt bei Annullierung, Verspätung oder Überbuchung von Flügen. Ein Anspruch auf Beförderung besteht in diesen Fällen nicht.
b) Cellog informiert den Kunden in diesen Fällen unverzüglich und stimmt das weitere Vorgehen mit ihm ab (z. B. nächstmöglicher Flug oder bodengebundener Ersatztransport). Hierdurch entstehende Mehrkosten trägt der Kunde gegen Nachweis.
8. Haftungsausschluss
a) Cellog haftet für Verlust oder Beschädigung des Transportguts sowie für die Überschreitung der Lieferfrist nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere den §§ 407 ff. HGB, soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist.
b) Cellog haftet nicht, soweit der Verlust, die Beschädigung oder die Verspätung auf Umständen beruht, die Cellog auch bei größter Sorgfalt nicht vermeiden und deren Folgen Cellog nicht abwenden konnte (§ 426 HGB).
c) Für Schäden, die nach einem erfolglosen Zustellversuch im Sinne der Ziffer 4 c) entstehen, haftet Cellog nur, soweit sie auf einer Pflichtverletzung von Cellog beruhen.
d) Die Haftung von Cellog ist je Schadensfall auf einen Betrag von 25.000,00 € begrenzt, mindestens jedoch auf den Betrag der gesetzlichen Haftung nach § 431 HGB. Für die Überschreitung der Lieferfrist gilt die des § 431 Abs 3 HGB-
e) Die vorstehenden Haftungsausschlüsse und -begrenzungen gelten nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Cellog, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen, in den Fällen des § 435 HGB, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie, soweit zwingend gehaftet wird, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
f) Soweit die Haftung von Cellog ausgeschlossen oder begrenzt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung ihrer Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
9. Salvatorische Klausel etc.
Sollte eine dieser Bestimmungen unwirksam sein oder werden, so hat dies auf die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen keinen Einfluss. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine Regelung ersetzt, die dem wirtschafltichen Ziel der unwirksam Bestimmung möglichst nahe kommt.
10. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
a) gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
b) ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland. Ist der Sitz von Cellog
Stand: 09/2026
